Datensicherheit in Cloud PLM-Systemen

Wie Cloud PLM-Systeme Datensicherheit auf höchstem Niveau gewährleisten

Die rasant fortschreitende Technologieentwicklung, immer kürzere Produktlebenszyklen und eine exponentielle Zunahme digitaler Informationen stellen Unternehmen vor die Herausforderung, ihre Produktlebenszyklusdaten effektiver zu verwalten. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf Cloud PLM-Systeme, die es ihnen ermöglichen, auf Daten von jedem Ort und zu jeder Zeit zuzugreifen. Auch wenn die Vorzüge einer Cloud-Lösung überwiegen, gibt es auch Bedenken. Insbesondere darüber, ob die Daten in der Cloud sicher sind. In diesem Beitrag gehen wir auf die Vorteile cloudbasierter PLM-Systeme ein und zeigen, dass solche Lösungen, die den aktuellen Sicherheitsstandards und -anforderungen entsprechen, deutlich verlässlicher sein können als lokal betriebene Systeme und Datensicherheit auf höchstem Niveau bieten:

Sicherheitsvorteile von Cloud PLM im Vergleich zu lokal installierten PLM-Systemen

In einem Software-as-a-Service (SaaS) Modell übernehmen Cloud-Dienstleister die Verantwortung für die Wartung von Sicherheitsfunktionen in der Anwendung und gewährleisten die Vertraulichkeit, Integrität sowie Verfügbarkeit der Daten. Sie stellen die Einhaltung aktueller Cybersecurity-Richtlinien sicher, aktualisieren regelmäßig die Software, um neue Sicherheitsrisiken und Schwachstellen zu beheben und überwachen das System kontinuierlich auf potenzielle Bedrohungen. Im Hinblick auf die Sicherheit, verfügen die meisten Unternehmen nicht über ausreichend Ressourcen, um vergleichbare Investitionen in Hardware, Infrastruktur und Personal zu tätigen wie die großen Cloud-Anbieter.

Dank der Skaleneffekte arbeiten Cloud-Administratoren-Teams effizienter und spezialisierter als die Administratoren einer On-Premises-Installation. Im Ergebnis reduzieren sich Routineaufgaben wie Updates und Wartungen der internen IT-Teams und sie können sich verstärkt auf ihr Tagesgeschäft, wie z.B. die Nutzerzufriedenheit, Installation neuer IT-Features und unternehmensspezifische IT-Sicherheitsbelange konzentrieren.

Sicherheitsmaßnahmen von Cloud PLM Providern

Um sicherzustellen, dass die Daten vollumfänglich geschützt sind, sollten Cloud-Anwendungen den aktuellen Best Practices entsprechen und alle geltenden Vorschriften zur Cybersicherheit in der Cloud einhalten. Fünf Maßnahmen haben sich dabei etabliert:

1. Hochsicherheitsrechenzentren und Verschlüsselung

Cloud PLM-Anbieter setzen auf hochsichere Rechenzentren, die mit modernster Sicherheitstechnologie ausgestattet sind. Diese Rechenzentren bieten physischen Schutz, Zugriffskontrollen und aktive Überwachung rund um die Uhr. Alle in der Cloud gespeicherten Daten sind zudem durch modernste Verschlüsselungstechniken geschützt. Sollte es dennoch zu einem äußerst unwahrscheinlichen Sicherheitsvorfall kommen, bleiben die Daten für Unbefugte unlesbar.

2. Zugriffskontrolle und Berechtigungen

Cloud PLM-Systeme bietet eine präzise Kontrolle darüber, wer auf die Daten zugreifen darf. Eine individuelle Vergabe von Berechtigungen auf Benutzerebene stellt sicher, dass nur autorisierte Personen auf bestimmte Daten und Funktionen Zugriff haben. Administratoren haben die Möglichkeit, Benutzerrollen selbst zu definieren und individuelle Berechtigungen zu vergeben. So ist sichergestellt, dass Mitarbeitende nur die für ihre Arbeit relevanten Informationen nutzen können.

3. Regelmäßige Sicherheitsupdates und Wartung

Cloud-Anbieter führen regelmäßig Sicherheitsupdates und Wartungsarbeiten durch, um potenzielle Schwachstellen sofort zu schließen und die Systeme auf dem neuesten Stand zu halten. Auf diese Weise sind Cloud PLM-Systeme stets gegen aktuelle Bedrohungen geschützt.

4. Redundanz und Notfallwiederherstellung

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Datensicherheit in der Cloud ist die Redundanz und die Notfallwiederherstellung. Cloud-Anbieter speichern ihre Daten in verteilten Rechenzentren an mehreren Standorten und führen systematische und professionelle Backups durch. Dies bietet Schutz vor Datenverlust aufgrund von Hardware-Ausfällen oder im Katastrophenfall.

5. Compliance und Zertifizierungen

Um höchste Sicherheitsstandards zu erfüllen sowie die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten zu gewährleisten, sollten Cloud-Anbieter Compliance-Richtlinien und Zertifizierungen einhalten. Eine in diesem Bereich hervorzuhebende ist die ISO-Norm 27001. Sie bietet einen Rahmen für die Einrichtung, Umsetzung, Aufrechterhaltung und kontinuierliche Verbesserung von Sicherheitsmanagementsystemen, -verfahren und -richtlinien. Abhängig von Region und Branche können auch weiter Zertifizierungen relevant sein.

(Un)Sicherheitsfaktor Mensch

Hat sich ein Unternehmen für ein passendes cloudbasiertes PLM-System entschieden und einen Cloud-Service-Provider gewählt, der alle Best Practices zur Datensicherheit in Cloud-Anwendungen einhält, ist der erste große Schritt Richtung Datensicherheit getan. Um maximale Sicherheit zu gewährleisten, bedarf es aber noch eines weiteren wichtigen Elements: Die Schulung der eigenen Mitarbeitenden.

Die Sicherheit der Daten in PLM-Systemen hängt maßgeblich von dem Verhalten und Know-how der Mitarbeitenden ab. Daher ist es entscheidend, dass sie regelmäßig Schulungen zur IT-Sicherheit durchlaufen. Die Schulungen sollten den Mitarbeitenden vermitteln, wie sie Phishing-Angriffe, verdächtige E-Mails, Malware und fragwürdige Links erkennen, um unautorisierten Zugriff zu verhindern. Auch müssen Mitarbeitende sensibilisiert werden, Verdachtsfälle zu melden, um sich selbst und ihre Kollegen:innen zu schützen.

Cloud PLM-Systeme mit Dokumentenmanagement und integriertem Kommunikations-Tool reduzieren das Risiko auf unsichere E-Mails oder Links zu stoßen erheblich, da die Kommunikation in einer geschützten Umgebung stattfinden. Benutzer:innen zu motivieren, solche Features zu nutzen, trägt somit direkt zu mehr Sicherheit bei.

Darüber hinaus ist es von großer Bedeutung, dass die Mitarbeitenden darin geschult werden, wie sie vertraulichen Daten sicher behandeln und die Datenschutzrichtlinien des Unternehmens strikt einhalten, um Datenschutzverletzungen zu vermeiden.

Fazit

Cloudbasierte PLM-Systeme bieten Ihnen durch den Einsatz von Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, regelmäßigen Updates, redundanter Datenspeicherung und den Compliance-Standards der Cloud-Service-Provider Datensicherheit auf höchstem Niveau. Dennoch hängt ein großer Teil der Sicherheit Ihrer PLM-Systemdaten auch vom Verhalten der eigenen Mitarbeitenden ab. Regelmäßige IT-Sicherheitsschulungen sind unerlässlich, damit die Benutzer:innen aktuelle Bedrohungen erkennen können.
 

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So profitiert das ganze Unternehmen von PLM

Die Vorteile eines PLM-Systems über die Produktentwicklung hinaus

Für Unternehmen mit komplexen Produktportfolios ist es essenziell, Kosten von der ersten Kundenanfrage bis zum Abschluss des Auftrags korrekt zu kalkulieren. Genauso wichtig ist es, Produktion und Entwicklung standortübergreifend zu koordinieren und dabei auch die Lieferanten einzubeziehen.

Mit einem integrierten PLM-System meistern Unternehmen diese Herausforderungen. Seine Funktionsmodule und Schnittstellen ermöglichen es, Prozesse abteilungsübergreifend effizient auszurichten, komplexe Zusammenhänge schneller zu erfassen und die Markteinführungszeiten für Produkte deutlich zu verkürzen.

Erfahren Sie, welchen Mehrwert ein PLM-System Ihnen über die Entwicklungsabteilung hinaus bietet:

Produktkostenmanagement

Entwicklungsbegleitendes Produktkostenmanagement kalkuliert Produktkosten schnell und verlässlich. Es erleichtert die Preisfindung und die Einhaltung von Budgets.

Eine zuverlässige Absatzplanung ist für die Produktentwicklung wesentlich. Um wettbewerbsfähige Produkte anzubieten, muss möglichst früh feststehen, was diese kosten werden und was sie kosten dürfen.

Die Preisfindung ist häufig ein Balanceakt. Liegen die Preise über dem marktüblichen Schnitt, benötigen Anbieter dafür gegenüber Kunden einen schlüssigen Grund. Um angemessene Deckungsbeiträge zu erzielen, dürfen Angebote aber auch nicht zu niedrig sein. Ändern sich aufgrund neuer Kundenwünsche dann noch Rahmenbedingungen wie Materialkosten oder Fertigungsschritte, führt das häufig zu Problemen.

Der Grund dafür ist, dass Kennzahlen meist in den IT-Systemen des Controllings oder Rechnungswesen entstehen. Die Produktentwicklung, die zu mehr als 80 Prozent für die später anfallenden Kosten verantwortlich ist, bleibt bei diesem Prozess außen vor. Informationsabgleich und -austausch sind nicht digital synchronisiert und daher sehr aufwändig und fehleranfällig. Das Einhalten von Projektbudgets wird so zu einer Fahrt auf Sicht in dickem Nebel.

Wie lösen Unternehmen dieses Problem?

Ein integriertes Produktkostenmanagement hilft, die Produktentstehungskosten bereits in den frühen Entwicklungsphasen treffsicher zu kalkulieren. Achten Sie daher bei der Auswahl eines PLM-Systems auf ein Product-Costing-Modul mit anpassbaren Kalkulationsschemata. So lassen sich Produktlinien parallel berechnen. Projektbudgets halten Sie durch eine entwicklungsbegleitende Kostenerfassung verlässlich ein.

Für die Kalkulation von Produktvarianten sollten auch Kolleg*innen außerhalb der Produktentwicklung auf die Entwicklungsstückliste zugreifen können. PLM-Systeme ermöglichen dies mit Rollenkonzepten im Zugriffsrechtemanagement. So stellen Sie frühzeitig die Weichen, um die angestrebte Gewinnspanne zu erreichen. Anhand unterschiedlicher Absatzmengen ermitteln Sie den optimalen Preis und erhöhen auf diese Weise die Produktrentabilität.

Von einem entwicklungsbegleitenden Kostenmanagement profitieren:

Controlling: Ihr Controlling greift direkt auf Kalkulationsschemata und Produktkostenberechnungen der Entwicklung zu und trifft entsprechende Vorgaben. So halten Sie Produktrentabilität und Deckungsbeiträge ein, erhöhen die Wirtschaftlichkeit und steuern Ihr Unternehmen zielgenau.

Vertrieb: Die schnelle, sichere Berechnung von Varianten (zum Beispiel für angefragte Materialalternativen) beschleunigt die Angebotsphase. Ihr Vertrieb kann Angebote dadurch auch kurzfristig zur Verfügung stellen.

Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik: Ihr Unternehmen hält mehrfach angefragte und verbaute Teile in größeren Mengen auf Lager. Dies reduziert die Beschaffungskosten. Das Materialwesen kann Materialalternativen hinsichtlich steigender Nachhaltigkeitsaspekte vorausschauend in angemessener Anzahl vorhalten.

Produktentwicklung: Die Kosten für die Ermittlung der Projektwirtschaftlichkeit steuern Sie entsprechend des tatsächlichen Bedarfs, nicht aufgrund fiktiver Vorgaben des ERP-Systems. So lassen sich Projektkosten realistisch planen und Budgets einhalten. Die fortlaufende Kostenerfassung im Projekt ermöglicht es, die erwarteten Arbeitsaufwände direkt im „Work-Breakdown“ (d. h. im Projektstrukturplan) zu dokumentieren und diese mit dem „Cost-Breakdown“ abzugleichen. So behalten Ihre Entwickler*innen mit Projektkosten-Reports immer den Überblick.

Anforderungs- und Variantenmanagement

Mit einem effektiven Anforderungs- und Variantenmanagement sind Kundenanforderungen schneller umgesetzt, Varianten im Handumdrehen konfiguriert und Innovationen früher am Markt.

Kundenanforderungen nehmen in der Menge und im Detailgrad der Spezifikationen stetig zu. Mit der wachsenden Anzahl von Produktvarianten steigt auch die Produktkomplexität. Ohne ein Anforderungsmanagement, das den Produktlebenszyklus begleitet, ist schnelle und effiziente Entwicklung kaum mehr möglich – geschweige denn Methoden zur Unterstützung interdisziplinärer Zusammenarbeit wie Model-based Systems Engineering (MBSE).

Die steigende Variantenvielfalt kann die Wirtschaftlichkeit von Beschaffung, Fertigung und Qualitätssicherung reduzieren. Bereits kleine Losgrößen erlauben bei herkömmlichen Vorgehensweisen keine Skaleneffekte und somit keine Kostensenkungen.

Wie lösen Unternehmen dieses Problem?

PLM-Software mit integriertem Anforderungsmanagement (auch: Requirements Management) erleichtert es, Produkte schneller und gemäß den Kundenanforderungen zu entwickeln. Unternehmen dokumentieren die Anforderungen über den gesamten Lebenszyklus und können sie einfacher erfassen und bearbeiten. Zusammenhänge zwischen den Anforderungen sind im digitalen Produktmodell visualisiert. Der Erfüllungsgrad ist lückenlos nachverfolgbar.

Ein integriertes Variantenmanagement ermöglicht es, Produktportfolios strategisch auszurichten und den Aufwand für die Variantenkonfiguration zu minimieren. Mit merkmal- und regelbasierten Variabilitätsmodellen bauen Unternehmen zielsicher Plattformen und Produktbaukästen auf, begrenzen die Variantenvielfalt, reduzieren Wildwuchs und managen ihr Portfolio sowohl kostengünstig als auch effizient.

Zudem sorgt die digitale Daten- und Prozessorganisation des PLM-Systems für eine weitgehend automatische Dokumentation. Dies vereinfacht die Erfüllung von Compliance-Auflagen erheblich.

Von integriertem Anforderungs- und Variantenmanagement profitieren außerdem:

Vertrieb, Produktentwicklung & -management: Der Vertrieb reagiert schneller auf Kundenanfragen und kann neue oder geänderte Anforderungen direkt im PLM-System erfassen. Produktmanagement und Produktentwicklung können diese Anforderungen einfach bearbeiten und deren Umsetzung entwicklungsbegleitend nachverfolgen. Das verkürzt Lieferzeiten und erhöht die Innovationsproduktivität.  

Variantenmanagement ermöglicht den zielsicheren Aufbau von Produktportfolios, ausgerichtet auf die Marktnachfrage. Abteilungsübergreifend verbindet das Unternehmen so Kundenorientierung mit effizienter Wertschöpfung. Dabei helfen u. a. intelligente Prozessmuster-/Lieferstrategien wie CTO+ (Configure-to-Order in Verbindung mit Engineer-to-Order).

Der Plattformansatz und die Produktbaukästen schaffen die Basis für ein kostengünstiges, effizientes Portfolio. Darüber hinaus erleichtern PLM-Systeme die Konformität mit der Unternehmensstrategie sowie die Einhaltung von Nachhaltigkeitszielen.

Unternehmen können ihre Produkte auch in Losgröße 1 wirtschaftlich entwickeln und Innovationen für neue Marktchancen oder Geschäftsfelder schneller umsetzen. Möglich wird dies durch die Wiederverwendung bestehender Variabilitätsmodelle, hinterlegt im PLM-System, sowie intuitive Konfigurationsoptionen.

Variantenvielfalt wirksam begrenzen: Das Zusammenspiel von Maximalstückliste (auch: 150%-Stückliste) und Regelwerken vermeidet die Ausprägung unwirtschaftlicher Varianten. Über ein PLM-System mit integriertem Variantenmanagement können Sie Ihr Portfolio strukturiert steuern.

Produkt-, Qualitäts- und Compliance-Management: Dank automatischer, lückenloser Dokumentation sind Design-Entscheidungen auch Jahre später noch genau nachvollziehbar. Compliance-Auflagen gegenüber Auftraggebern und Behörden erfüllen Sie mit weniger Aufwand.

Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik: Häufig verbaute Teile stehen mit verschiedenen Materialalternativen und in größeren Mengen im Lager zur Verfügung. Dies reduziert die Beschaffungskosten. Unternehmen verbessern ihre Wirtschaftlichkeit, verkürzen Lieferzeiten und erhöhen die Kundenzufriedenheit.

Cloud PLM hat Vorteile für alle Fachbereiche im Unternehmen.

Fazit: PLM-Systeme helfen dem gesamten Unternehmen

PLM-Systeme sorgen für eine durchgängige Verfügbarkeit konsistenter Daten entlang des Digital Thread (digitalen roten Fadens). Unternehmen verbessern die Zusammenarbeit innerhalb der Produktentwicklung, aber auch über Abteilungsgrenzen hinweg bis in die Lieferkette.

Als zentrale Datenquelle (Single Source of Truth) mit IT-gestützten Steuerungsinstrumenten für die Zusammenarbeit verkürzen PLM-Lösungen Markteinführungszeiten deutlich. Zugleich minimieren sie die Aufwände für die Angebotserstellung sowie die Einhaltung von Kunden- und Gesetzesvorgaben.

Wer die Komplexität seines Produktportfolios mit einem PLM-System beherrschen will, muss dafür keinen hohen Administrationsaufwand in Kauf nehmen. Cloud-basierte Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) stellen vorkonfigurierte, standardisierte Funktionsmodule out-of-the-box bereit. Dank der nutzerfreundlichen No-Code-Umgebung können Ihre Fachabteilungen die Software ohne spezielle IT-Kenntnisse selbstständig einrichten.

Da Ihr Unternehmen keine eigene Hardware-Infrastruktur aufbauen und warten muss, entlasten Sie darüber hinaus Ihre IT-Abteilung. Updates und Backups werden automatisch installiert. Manuelle Eingriffe sind nicht notwendig. Die umfangreichen Sicherheitstechnologien in der Cloud bieten verlässlichen Schutz vor Cyberattacken und verhindern unerlaubte Zugriffe auf sensible Daten.

Vorteile von SaaS PLM auf einen Blick:

  • Aufbau und Management komplexer Produktportfolios
  • Systematisches, entwicklungsbegleitendes Produktkostenmanagement 
  • Durchgängiges Anforderungsmanagement entlang des Produktlebenszyklus
  • Regelbasiertes Variantenmanagement
  • Einführung von Methoden zur Unterstützung effektiver interdisziplinärer Zusammenarbeit in der komplexen Projektarbeit
  • Schnelle Reaktionszeiten
  • Entlastung von personellen Ressourcen in Zeiten von IT-Fachkräftemangel
  • Hohe Ausfall- und IT-Sicherheit

Nutzen Sie jetzt die Vorteile Cloud-basierter PLM-Software: CIM Database Cloud ist die Lösung für eine durchgängig digitale Produktentwicklung. Mit „Innovate“ bringen Sie Neuerungen schneller auf den Markt und managen Ihre Produktportfolios effizienter.

Digitales Projektmanagement ist für kleinere und mittlere Unternehmen unverzichtbar. IT-Tools ermöglichen erfolgreiche Projekte trotz begrenzter Ressourcen, verbessern die Zusammenarbeit und senken Kosten. Entscheidend sind effizienter Datenaustausch, Verknüpfung von Projekt- und Produktdaten sowie leistungsstarke Funktionen für Projektmanagement und PLM – alles ohne Kostenexplosion.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem White Paper.

Datensilos in der Produktentwicklung aufbrechen

Zur Single Source of Truth durch effektives Datenmanagement

Datensilos beeinträchtigen die Zusammenarbeit und mindern Produktivität und Innovationskraft. Vom Start-up bis zum etablierten Betrieb: In nahezu allen Unternehmen finden sich derart isolierte Daten. Sie entstehen ungewollt rund um die einzelnen Abteilungen durch Nutzung unterschiedlichster IT-Systeme und Tools. Da diese zumeist proprietär ausgelegt sind und die Daten jeweils separat verwalten und speichern, erschweren sie den abteilungsübergreifenden Datenaustausch erheblich.

Insbesondere bei der Zusammenarbeit zwischen Ingenieurs- und Fertigungsteams stellt der stockende Informationsfluss die Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Steigende Kundenanforderungen, Nachweispflichten und Umweltauflagen sowie immer kürzere Produktzyklen und Markteinführungszeiten, machen Datensilos entlang des Produktentstehungsprozesses zu einem erheblichen wirtschaftlichen Risiko. Unternehmen können sich im globalen Wettbewerb ineffiziente Prozesse, inkonsistente Daten und Fehler schlichtweg nicht leisten. Ziel muss es daher sein, die Informationen aus der Konstruktion, Fertigung und den nachgelagerten Prozessen in der Materialwirtschaft frühzeitig zu synchronisieren.  

Vielen Unternehmen ist das Problem zwar bewusst, aber die Suche nach einer geeigneten Lösung, um das volle Potenzial eines zentralen und revisionssicheren Datenmanagements zu entfalten, gestaltet sich schwierig. Wie Sie Datensilos in Ihrem Unternehmen aufbrechen können und so für mehr Effizienz und Qualität in der Produktentwicklung sorgen, erklärt Ihnen unser Experte Dr. Patrick Müller.

1. Herr Müller, was sind die größten Hürden für Unternehmen, wenn es darum geht, eine durchgängige Datenbasis zu schaffen – von der Entwicklung, über die Produktion bis hin zur Entsorgung?

PM: Die Kernkompetenz industrieller Unternehmen liegt primär in der Entwicklung, Produktion und Instandhaltung ihrer Produkte und nicht auf der Auswahl von digitalen Werkzeugen. Typischerweise laufen die Unternehmensprozesse daher in IT-Landschaften ab, die über die Zeit gewachsen sind. Hier treffen veraltete Produktdaten- (PDM), Product Lifecycle Management (PLM)- oder Enterprise Ressource Planning (ERP)-Systeme auf eine zunehmende Anzahl unterschiedlicher Insellösungen und Technologien wie Software-Dienste aus dem Internet (zum Beispiel für die Team-Kollaboration oder den Austausch mit Externen). Die Folge ist eine unübersichtliche, stark heterogene IT-Landschaft mit fragmentierter Datenablage, die jede geltende IT Policy und Compliance-Anforderung aushebelt. Von fehlender Skalierbarkeit ganz zu schweigen. Daten müssen aufwendig manuell von einem System in das andere übertragen werden. Unzählige Tabellen-Behelfslösungen sorgen zudem für Versionschaos. Es entstehen Fehler, asynchrone Datenstände und Prozessintransparenz. Die Aufbereitung dieser Daten erfordert viel Zeit und Ressourcen.

Neben den technischen Hürden existieren in den Unternehmen auch organisatorische Barrieren, oft begründet in der Unternehmenskultur. Jede Fachabteilung hat in der Regel nur ihre eigene Welt im Blick. Das heißt, sie haben ihre eigenen Ziele, Herausforderungen, Prozesse und Arbeitsweisen. Diese „Isolationskultur“ führt ebenfalls zu getrennten Datenbeständen und wurde bisher nie hinterfragt. Die gemeinsame Nutzung der Daten muss neu gelernt werden, und das kann an der einen oder anderen Stelle natürlich auf Widerstand treffen.

2. Wie kann es Unternehmen gelingen, diese Hürden zu nehmen?

PM: Durchgängigkeit in der Informationslogistik ist keine Selbstverständlichkeit. Die Bereitstellung und der Zugang zu aktuellen Daten sind entscheidend für die Innovationsdynamik und die Auslieferung besserer Produkte. Vor allem bei der Zusammenarbeit zwischen Design Engineering und Manufacturing Engineering entstehen oft Reibungen. Wenn die Produktentwicklung Produktkonstruktionen in einer CAD-Anwendung und die zugehörigen Stücklisten sowie andere wichtige Produktinformationen in einem PLM-System verwaltet, die Fertigung aber Produktinformationen und Montageanweisungen in einem separaten Tool speichert, zum Beispiel in einem ERP-System, kann der Informationsbruch zu massiven Problemen führen. Entweder weil mögliche Änderungen oder spezifischen Anforderungen nicht berücksichtigt werden oder weil beim manuellen Abgleich Fehler passieren. Die Folgen sind ein erheblicher Zeitverlust in der Produktion oder im schlimmsten Fall ein Produktrückruf. Andersherum behindert die fehlende Integration von Fertigungs- und Konstruktionsdaten den Erkenntnisgewinn sowie die Optimierung des Produktionsprozesses.

Zunehmend werden professionelle Cloud-Dienste (inklusive der Software-Services und dem IT-Betrieb) als valide Option für zentrale, digitale Daten- und Prozessmanagementaufgaben angesehen. Dies gilt sowohl in großen als auch in mittleren und kleinen Unternehmen. Während von großen Unternehmen häufig angepasste Lösungen aus der Cloud nachgefragt werden, eignet sich für KMU oft hochgradig standardisierte Software, die gemäß bewährter Best Practice Ansätze entwickelt und vereinheitlicht wurden.

Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) können Unternehmen gezielt dabei helfen, ihr Datenmanagement zu standardisieren, Ausfallsicherheit herzustellen und sich voll auf ihre Kernkompetenz zu konzentrieren. Wenn sie auf gereiften – man könnte als Maschinenbauer auch sagen „im Business gestählten“ – Technologien und Systemeigenschaften beruhen, sind sie ein entscheidender Beitrag, um Daten aus den unterschiedlichen Quellen harmonisch zusammenzuführen und eine nahtlose Datenbasis zu schaffen. SaaS kann PLM Funktionalität, Projektmanagement und IoT für die Maschinen- und Endgeräteanbindung vorkonditioniert und integrationsfähig bereitstellen. CAD-Schnittstellen, ERP-Anbindungen, Manufacturing Operations Management (MOM) Integrationen lassen sich über Standards realisieren. Sie sind damit wartbar und die Kosten bleiben transparent.

3. Wie lange würde die Implementierung einer solchen Lösung dauern?

PM: Wenn man den oben genannten Leistungsumfang betrachtet, könnte man zunächst an eine aufwendige Implementierung denken. Aber der große Vorteil von SaaS ist, dass solche Angebote heute aus der Cloud „auf Knopfdruck“ im Self-Service bereitstehen. Unternehmen müssen sich keine Gedanken mehr über IT und Hardware machen. Wartung, Updates und Backups laufen automatisch im Hintergrund ab. So sind binnen Minuten komplette Business-Systeme verfügbar. Wir stellen Kund*innen Werkzeuge bereit, die das Befüllen dieser Systeme mit Daten und die Systemintegration so einfach wie möglich gestalten. Unser SaaS PLM-Angebot ist im Funktionsumfang konsolidiert und durch das Feedback zahlreicher Anwender*innen optimiert. Es stehen Tutorials und eLearning-Programme zur Verfügung, die dabei helfen, sich schnell mit der Anwendung vertraut zu machen.

4. Kann SaaS PLM-Software problemlos an ERP-Systeme angebunden werden?

PM: Für das Auflösen von Datensilos sind Schnittstellen zu anderen Systemen und Tools essenziel. Hierfür steht eine nahtlose Out-of-the-box-Anbindung von CAD- oder ERP-Systemen an unsere SaaS PLM-Software, CIM Database Cloud, bereit. CONTACTs Workspaces Desktop ermöglicht eine direkte Verknüpfung von CAD-Systemen an CIM Database Cloud. Standards für den Datenaustausch wie zum Beispiel REST sichern die Anbindung an andere Datenmanagementsysteme ab. Das ermöglicht es Anwender*innen Endgeräte im Self-Service ohne Programmierkenntnisse mittels No-Code- und Low-Code-Verfahren einfach in unsere SaaS PLM-Lösung zu integrieren.

5. Gibt es sonst noch etwas zu beachten, weitere Tipps?

PM: Damit der reibungslose Datenaustausch gelingt, müssen Unternehmen die Stärke der Zusammenarbeit mehr in ihre Unternehmenskultur integrieren. Eine offene Kommunikation sowie die Einführung einer Datenmanagementstrategie, beziehungsweise von Data Governance, wirkt Datensilos gezielt entgegen. Sie stellt sicher, dass Anforderungen verstanden und erfüllt werden, sodass das Endprodukt den Bedürfnissen des Kunden entspricht. Schlanke SaaS PLM-Software gibt den nötigen Spielraum, um alle Mitarbeitenden für das Thema Datennutzung zu sensibilisieren und zu schulen. Unternehmen sollten zudem auf ein möglichst umfangreiches Begleitangebot der SaaS-Anbieter zum Beispiel in Form eines Kundenportals mit entsprechenden eLearning-Programmen, Webcasts, Austausch-Foren sowie einer vollständigen Software-Dokumentation achten.

Nutzen Sie jetzt die Vorteile Cloud-basierter PLM-Software: CIM Database Cloud ist die Lösung für eine durchgängig digitale Produktentwicklung. Mit „Accelerate“ beschleunigen Sie Ihre Prozesse durch die Integration von Systemen und einen nahtlosen Informationsaustausch.

Digitales Projektmanagement ist für kleinere und mittlere Unternehmen unverzichtbar. IT-Tools ermöglichen erfolgreiche Projekte trotz begrenzter Ressourcen, verbessern die Zusammenarbeit und senken Kosten. Entscheidend sind effizienter Datenaustausch, Verknüpfung von Projekt- und Produktdaten sowie leistungsstarke Funktionen für Projektmanagement und PLM – alles ohne Kostenexplosion.

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