Kosten von Cloud PLM vs. On-Premises PLM

Sie stehen vor der Entscheidung Ihr Product Lifecycle Management (PLM) auf den neuesten Stand bringen oder überhaupt erst einzuführen. Die Vorteile sind klar: effizientere Prozesse, schnellere Markteinführung, bessere Zusammenarbeit. Doch sobald die Funktionslisten und Anwendungsfälle besprochen sind, rückt eine andere wichtige Frage in den Mittelpunkt: Was kostet das eigentlich – und welche Option ist wirklich die günstigere auf lange Sicht?

Die Wahl zwischen Cloud PLM und der klassischen On-Premises-Lösung ist oft ein Ritt zwischen der initialen Investitionsbereitschaft und flexiblen, laufenden Betriebskosten. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Kosten von Cloud PLM vs. On-Premises PLM.

Die traditionelle Variante: On-Premises PLM

Wenn Sie sich für ein On-Premises PLM-System entscheiden, erwerben und betreiben Sie die Software in Ihrer eigenen IT-Infrastruktur. Dies bedeutet eine hohe Anfangsinvestition, aber auch volle Kontrolle.

Anschaffungskosten:

  1. Software-Lizenzen: Dies ist oft der größte Posten. Sie kaufen Dauerlizenzen, die Ihnen das unbegrenzte Nutzungsrecht an der Software gewähren. Die Kosten variieren je nach Anbieter, Funktionsumfang und Anzahl der Benutzer*innen.
  2. Hardware-Infrastruktur: Sie benötigen leistungsstarke Server, Speichersysteme, Netzwerkkomponenten und Back-up-Lösungen. Diese müssen den Anforderungen des PLM-Systems gerecht werden und für zukünftiges Wachstum skalierbar sein.
  3. Infrastrukturkosten: Ein geeigneter Serverraum (Klimatisierung, Stromversorgung, etc.), Firewalls etc. sind unerlässlich.
  4. Implementierung und Anpassung: Die Installation, Konfiguration und Datenmigration aus Altsystemen sowie die Anpassung an spezifische Unternehmensprozesse erfordern oft externe Beratungsleistungen und interne Ressourcen.
  5. Schulungen: Umfassende Schulungen für Administrator*innen und Endbenutzer*innen sind notwendig, um das System optimal zu nutzen.

Laufende Kosten:

  1. Wartungs- und Supportverträge: Die meisten Softwareanbieter verlangen jährliche Gebühren für Software-Updates, Patches und technischen Support. Diese liegen typischerweise bei 15-25 % des ursprünglichen Lizenzpreises pro Jahr.
  2. IT-Personal: Sie benötigen eigene IT-Spezialist*innen für die Systemwartung, Fehlerbehebung, Sicherheit, Backups und Performance-Optimierung.
  3. Hardware-Wartung und Austausch: Server und Speicher müssen regelmäßig gewartet und nach einigen Jahren ersetzt werden (Abschreibung, Neuanschaffung).
  4. Energiekosten: Der Betrieb der Server und der Klimaanlage verursacht laufende Stromkosten.
  5. Sicherheitsmaßnahmen: Lizenzen für Antivirensoftware, Firewalls und regelmäßige Penetrationstests sind notwendig, um die Datensicherheit zu gewährleisten.
  6. Upgrades: Größere Versions-Upgrades können den Umfang einer Neuimplementierung erreichen, da sie oft Anpassungen, intensive Tests und erneute Schulungen erfordern.

Die flexible Alternative: Cloud PLM

Beim Cloud PLM (oft als Software-as-a-Service, SaaS, angeboten) mieten Sie die Software und die Infrastruktur eines Drittanbieters. Das bedeutet in der Regel geringere Anfangsinvestitionen.

Anschaffungskosten:

  1. Einrichtungsgebühren (optional): Einige Anbieter erheben eine einmalige Gebühr für die Einrichtung des Kontos oder die Erstkonfiguration.
  2. Implementierung und Anpassung: Auch hier sind Dienstleistungen für die Konfiguration, Datenmigration und spezifische Prozessanpassungen erforderlich. Diese können jedoch meist weniger umfangreich sein, da die Basisinfrastruktur bereits vorhanden ist und die Cloud-Lösungen oft standardisiert sind.
  3. Integrationen: Die Anbindung an bestehende On-Premises-Systeme kann Integrationsprojekte erfordern, die mit Kosten verbunden sind.
  4. Schulungen: Schulungen für Anwender*innen und Administrator*innen sind ebenfalls notwendig, können aber durch intuitive Benutzeroberflächen und Online-Ressourcen oft effizienter gestaltet werden.

Laufende Kosten:

  1. Abonnementgebühren: Dies ist der Hauptkostenfaktor. Sie zahlen eine monatliche oder jährliche Gebühr pro Benutzer*in, oft gestaffelt nach Funktionsumfang. Diese Gebühren umfassen die Softwarenutzung, Infrastruktur, Wartung, Updates und den grundlegenden Support.
  2. Skalierung: Das Hinzufügen oder Entfernen von Benutzer*innen oder Speicherplatz ist in der Regel flexibel und wird direkt in den Abonnementgebühren widergespiegelt.
  3. Premium-Support/Zusatzleistungen: Für erweiterten Support, spezielle Add-Ons oder zusätzliche Speicherplatz können extra Gebühren anfallen.
  4. Anpassungen/Integrationen: Laufende Anpassungen oder die Entwicklung neuer Integrationen können zusätzliche Dienstleistungsgebühren verursachen.
  5. Internetzugang: Ein zuverlässiger und ausreichend schneller Internetzugang ist essenziell und sollte in der Kalkulation berücksichtigt werden, auch wenn er oft schon vorhanden ist.

Der direkte Kosten Vergleich:

Um eine fundierte Entscheidung zu treffen, ist es unerlässlich, die Gesamtkosten über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren zu betrachten.

Fazit:

Die optimale Lösung bei der Wahl zwischen Cloud PLM und On-Premises PLM hängt stark von den individuellen Gegebenheiten Ihres Unternehmens ab:

  • Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die schnell starten, IT-Ressourcen schonen und von geringeren Anfangsinvestitionen profitieren möchten, ist Cloud PLM oft die wirtschaftlichere Wahl. Die planbaren monatlichen Kosten und die automatische Wartung entlasten die interne IT erheblich.

Wenn Sie die Vorteile von Cloud PLM in der Praxis erleben möchten, bietet CONTACT Softwares Cloud PLM-System eine flexible und skalierbare Lösung. Besonders interessant: Sie können die Software kostenlos testen und sich selbst ein Bild davon machen, wie modernes Product Lifecycle Management in der Cloud Ihre Entwicklungsprozesse effizienter gestaltet.

  • Für große Unternehmen oder solche mit sehr spezifischen, komplexen Anforderungen, die maximale Kontrolle über ihre Daten und Systeme wünschen und über die notwendigen IT-Ressourcen verfügen, kann On-Premises PLM weiterhin die bevorzugte Option sein. Die hohen Anfangsinvestitionen relativieren sich oft über längere Nutzungszeiträume.

Cloud PLM-Systeme einführen

So begleiten wir SaaS-Kunden im Customer Success Management

Die Einführung einer Software für das Product Lifecycle Management (PLM) ist ein großer Schritt. Das Cloud PLM-System dient als Dreh- und Angelpunkt für die Entwicklung, Verwaltung und Optimierung von Produkten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg – von der ersten Idee über Produktion und Service bis hin zum Recycling. Damit es seine Wirkung schnell entfaltet, müssen Sie zu Beginn die richtigen Weichen stellen. Dafür sorgt unser Customer Success Management.

In diesem Beitrag lesen Sie, wie das Customer Success Management den Einstieg in das PLM-System CIM Database Cloud reibungslos und sicher gestaltet.

Onboarding mit Struktur

Um Ihren Einstieg in das Cloud PLM-System möglichst effizient zu gestalten, nutzen wir unseren Fast Forward-Ansatz. In einem 12-wöchigen Onboarding-Programm lernen Ihre Key-User Schritt für Schritt  alle wichtigen Funktionen des Systems. Neben den Basisfunktionen vermitteln wir Ihnen Best Practices aus der Branche. So kann Ihr Team theoretisches Wissen mit praxisnahem Know-how verbinden und die Software schnell in den Arbeitsalltag integrieren.

Die drei Säulen des Fast Forward-Ansatz

  • Strukturiertes Onboarding: PLM-Projekte erfordern eine klare Struktur. Von den ersten Schritten bis zu den umfangreichen Funktionen von CIM Database Cloud: Wir sorgen dafür, dass alle Mitarbeiter*innen souverän mit dem neuen System umgehen und mit Begeisterung die Möglichkeiten eines ganzheitlichen Produktdatenmanagements nutzen.
  • Aktive Begleitung: Bei der Implementierung stehen wir Ihnen eng zur Seite, beantworten Fragen und geben Hilfestellungen, um mögliche Hindernisse im Vorfeld zu lösen. Die Unterstützung endet dabei nicht mit der Einführung. Wir helfen Ihnen auch nach dem Onboarding, den Erfolg Ihres Cloud PLM-Systems langfristig zu sichern.
  • Nachhaltiger Erfolg: Oberstes Ziel ist, dass Sie nach dem Onboarding selbstständig und effizient mit dem Cloud PLM-System arbeiten können. Wir befähigen Ihre Teams, das volle Potenzial der Software auszuschöpfen und langfristigen Mehrwert für Ihr Unternehmen zu schaffen.

So sieht der Ablauf bei der Einführung von Cloud PLM aus

In wöchentlichen Onboarding-Sessions führen wir Sie intensiv durch die zentralen Module von CIM Database Cloud. Der Fokus liegt dabei  nicht nur auf der reinen Bedingung (wie), sondern auch auf dem strategischen Verständnis (warum). Dadurch schöpfen Sie das volle Potenzial der Software für Ihre Geschäftsprozesse aus.

Key-User festigen ihr  Wissen gezielt in einer Selbststudium-Phase. Dies stellt sicher, dass sie am Ende des Onboardings  alle relevanten Basis-Funktionen sicher beherrschen. Ihr Team ist damit optimal auf die tägliche Arbeit im Cloud PLM-System vorbereitet.

Was unsere Kunden über ihren Onboarding-Prozess berichten:

”Durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Customer Success Manager konnten wir unseren Prozess schnell und effizient im CONTACT SaaS PLM-System, CIM Database Cloud, abbilden und erfolgreich produktiv schalten. Der enge Kontakt hat es uns sehr stark erleichtert, die Vorgehensweise vom CONTACT SaaS PLM-System zu verstehen und die richtigen Einstellungen für uns zu finden.”

Lena Döhl, Leitung mechanische Konstruktion, SAS Softec GmbH

“Wir als Firma bulthaup sehen unter anderem den Einsatz von CDB Cloud als Basis, um unsere Vision vom digitalen Zwilling zu verwirklichen. Das geführte Onboarding durch einen Customer Success Manager der Firma CONTACT gibt uns die Möglichkeit, sehr schnell ein lauffähiges und produktives System zu nutzen. Der klar strukturierte Onboarding Prozess, geführt durch den Customer Success Manager, gibt unseren Mitarbeitern mehr Zeit produktiv zu arbeiten ohne lange Schulungszeiten. Ein großer Vorteil ist auch der direkte Austausch mit dem CSM bei Problemen und Fragen zur Methodik – Zusammengefasst: kurze Wege, klare Kommunikation, schnelle Antworten!”

Alexander Weyda, Head of IT, bulthaup GmbH & Co. KG; Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung

Fazit

Die Einführung eines Cloud PLM-Systems ist mehr als eine technische Neuerung. Es ist eine strategische Transformation, die Ihre Unternehmenskultur maßgeblich prägt. Damit dieser Wandel erfolgreich gelingt, begleitet unser Customer Success Management Team Sie von Anfang bis Ende mit unserem erprobten Fast Forward-Ansatz. In nur 12 Wochen Onboarding führen wir Sie sicher und zielgerichtet durch die Implementierung von CIM Database Cloud.

Entdecken Sie jetzt alle Funktionen, die Ihnen CIM Database Cloud bietet!

Customizing im SaaS PLM

Flexibilität beim Product Lifecycle Management auch in der Cloud gewährleisten

Product Lifecycle Management (PLM) hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Die Verfügbarkeit von Cloud-Lösungen auf Software-as-a-Service (SaaS)-Basis ermöglicht es heute Unternehmen jeder Größe, PLM schnell zu implementieren und nach Bedarf zu skalieren. So lassen sich die Vorteile von PLM, wie verbesserte Zusammenarbeit, effizientere Prozesse und mehr Innovationstempo auch in kleinen und mittelständischen Firmen realisieren. 

Der Weg in die Cloud bringt jedoch auch eine Herausforderung mit sich, das Customizing. Die Frage ist: Wie stellen Unternehmen sicher, dass ihr PLM-System ihren spezifischen Geschäftsanforderungen entspricht?

Dieser Blogbeitrag zeigt Ihnen, wie Sie Ihre PLM-Plattform mithilfe der Anpassungsmöglichkeiten des SaaS Functions Frameworks flexibler gestalten.

Was ist das SaaS Functions Framework?

Das SaaS Functions Framework ist eine Sammlung von Architekturen, Best Practices und Richtlinien, die den Aufbau und Betrieb von SaaS-Anwendungen vereinfacht und optimiert. Sie bietet die Möglichkeit, die Standardfunktionen cloudbasierter PLM-Systeme wie CIM Database Cloud mithilfe spezieller Tools und Schnittstellen individuell anzupassen. Der Kerncode der Anwendung wird dabei nicht verändert.

Wie wird das SaaS Functions Framework in CIM Database Cloud eingesetzt?

Das SaaS Functions Framework ermöglicht es unseren Kund*innen, innerhalb von CIM Database Cloud einen individuellen Code auszuführen. Um die Bereitstellung oder Wartung eigener Server brauchen sie sich nicht zu kümmern. Dafür sorgt eine serverlose Infrastruktur, die es erlaubt, kundenspezifische Logiken direkt in der Cloud zu implementieren.

Die Verantwortung für die Erstellung, Wartung und den Code dieser Funktionen liegt beim Kundenunternehmen. Die von ihm entwickelten Features laufen unabhängig von Updates, die CONTACT Software am Cloud PLM-System durchführt. Um die Entwicklung zu vereinfachen, steht ein Software Development Kit zur Verfügung, mit dem sich individuelle Geschäftslogiken schnell und effizient umsetzen lassen.

Warum ist Customizing bei Cloud PLM wichtig?

In der Vergangenheit waren Unternehmen bei On-Premises-PLM-Systemen an starre, monolithische Architekturen gebunden. Mit der Folge, dass Anpassungen oft kostspielig, zeitaufwändig und risikoreich waren, gerade wenn sie tiefgreifende Änderungen am Kerncode erforderten. Customizing-Tools wie das SaaS Functions Framework bieten im Cloud PLM eine flexiblere, agilere Alternative: 

  • Anpassung ohne Kompromisse: Ihr Unternehmen kann die PLM-Lösung an seine Bedürfnisse anpassen, ohne die Vorteile einer Cloud-basierten Plattform zu verlieren (Skalierbarkeit, automatische Updates, geringere IT-Kosten etc.).
  • Schnellere Wertschöpfung: Durch die Wiederverwendung vordefinierter Funktionen und die einfache Integration können Sie neue Funktionen schneller entwickeln und bereitstellen.
  • Innovation fördern: Ermöglichen Sie Ihren Teams, mit neuen Technologien und Prozessen zu experimentieren, ohne die Stabilität des Systems zu gefährden.
  • Zukunftssicherheit: Das SaaS Functions Framework ermöglicht es, Ihre PLM-Lösung kontinuierlich weiterzuentwickeln und an veränderte Geschäftsanforderungen anzupassen.

Anwendungsbeispiele des SaaS Functions Frameworks in CIM Database Cloud

Das SaaS Functions Framework…

  • …sorgt für eine einfache ERP-Integration. Dies funktioniert mithilfe von Webhooks, einem Industriestandard für die automatische und ereignisgesteuerte Echtzeit-Kommunikation zwischen Webanwendungen.
  • …fördert die Implementierung einer eigenen Business-Logik, wie Eingabevalidierungen und Abhängigkeitsprüfungen. Sie können zum Beispiel sicherstellen, dass ein Artikel erst freigegeben werden kann, wenn das zugehörige Spezifikationsdokument vorhanden ist und die Artikelnummern konsistent den Nummernkreisen der Artikelkategorie entsprechen.
  • …unterstützt die Entwicklung eigener Automatismen. Beispielsweise lassen sich Dokumenttitel automatisch aus den zugehörigen Artikelnamen generieren. Genauso können Sie Artikelnummern aus dem ERP-System beziehen oder Pflichtfelder abhängig von der Artikelkategorie festlegen.
  • …ermöglicht individuell gestaltete Reportings.
  • …erlaubt die Bearbeitung von Dateien, wie das Stempeln von Metadaten in Dokumenten nach der Freigabe (Freigebende, Freigabedatum) und die Erzeugung von Neutralformaten. 

Fazit

Um das Potenzial von Cloud PLM-Systemen auszuschöpfen, ist eine nahtlose Integration in die individuellen Geschäftsprozesse unerlässlich. Das CONTACT CIM Database Cloud Functions Framework erweist sich hier als ideale Brücke. Unternehmen können ihre Cloud PLM-Plattform bedarfsgerecht an veränderte Anforderungen anpassen und erweitern, ohne auf die Vorteile der Cloud zu verzichten.

Das CONTACT SaaS Functions Framework bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren benutzerdefinierten Code direkt in der Cloud auszuführen.