Dokumentenmanagement in Cloud PLM-Systemen

Optimierte Prozesse, Sicherheit und globale Zusammenarbeit im Produktlebenszyklus

Wie können Unternehmen ihre Daten und Dokumente effizient verwalten? Wie stellen sie Informationen abteilungs-, standort- und organisationsübergreifend zur Verfügung?

Schon in einzelnen Projekten wächst die Zahl der Dokumente schnell in die Hunderte oder Tausende. Diese Daten auf Netzlaufwerken oder in E-Mail-Systemen zu verwalten, führt angesichts der Komplexität der Produktentwicklung in eine Sackgasse. Unternehmen benötigen stattdessen eine Dokumentenlogistik, die Übersicht schafft und Teamwork fördert.

Für diese Aufgabe eignet sich Software für Product Lifecycle Management (PLM). Gerade Cloud-basierte Systemegestalten das Dokumentenmanagement durch die Integration aller Abläufe und Informationen über den gesamten Produktlebenszyklus effizienter. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick darauf, wie Cloud PLM-Systeme das Dokumentenmanagement erleichtern.

Welche Vorteile hat die cloudbasierte Speicherung von Dokumenten?

Dokumentenmanagement über die Cloud durchzuführen, hat zwei wesentliche Vorteile. Zum einen fördern Unternehmen globale Zusammenarbeit in Echtzeit. Teams können weltweit auf geltungssichere Dokumente zugreifen und gemeinsam daran arbeiten. Entwicklungszeiten verkürzen sich dadurch erheblich.

Zum anderen sind Unternehmen nicht selbst für die Sicherheit ihres Systems verantwortlich. Die Cloud-Anbieter müssen strenge Zertifizierungen und Audits durchführen und genügen daher höchsten Sicherheitsstandards. Sensible Informationen sind durch Datenverschlüsselung, Zugriffskontrollen und regelmäßige Sicherheits-Updates optimal geschützt. Das erleichtert Kunden unter anderem die Einhaltung von Compliance-Vorgaben wie ISO und GDPR.

Was sind die Vorteile der Dokumentenmanagement-Funktion in PLM-Systemen?

1. Zentrale Datenablage

Mit der Dokumentenmanagement-Funktion lassen sich Dokumente unternehmensweit organisieren. Dies fördert die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch innerhalb der Teams. Produktrelevante Dokumente, zum Beispiel CAD-Dateien, werden an einem zentralen Ort verwaltet. Dies vermeidet Datenredundanzen und stellt sicher, dass alle Abteilungen auf aktuelle Informationen zugreifen.

2. Versionskontrolle und Änderungsverfolgung

PLM-Systeme erlauben die Versionierung von Dokumenten. Da jede Änderung protokolliert wird, arbeiten Teams immer mit den neuesten Daten.

3. Workflow- und Freigabeprozesse

Integrierte Workflows ermöglichen es, Genehmigungsprozesse und die Freigabe von Dokumenten zu automatisieren. Dies beschleunigt Entscheidungsprozesse und sorgt auch ohne manuelle Eingriffe für strukturierte Abläufe.

4. Zugriffskontrollen 

In einem PLM-System können Zugriffsrechte klar definiert und gesteuert werden. Dadurch greifen ausschließlich berechtigte Personen auf sensible Dokumente zu.

5. Erfüllung von Compliance-Vorgaben

PLM-Systeme bieten eine revisionssichere Ablage, um regulatorische Anforderungen und branchenspezifische Normen (z. B. ISO) einzuhalten.

6. Integrierte Daten und Prozesse

Dokumentenmanagement ist oft eng mit Bereichen wie Projektmanagement, Qualitätskontrolle oder Produktentwicklung verknüpft. PLM-Systeme integrieren alle produktbezogenen Prozesse und gewährleisten eine ganzheitliche Verwaltung.

7. Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerung

Mit der Dokumentenmanagement-Funktion nutzen Mitarbeitende ihre Arbeitszeit effektiver. Sie sparen Zeit bei der Suche nach Dokumenten und vermeiden Fehler durch veraltete Informationen. Die bessere Zusammenarbeit zwischen Teams senkt langfristig Kosten. Automatisierte Prozesse sorgen für schnellere Durchlaufzeiten.

Was zeichnet Dokumentenmanagement mit CIM Database Cloud aus?

Die intelligente Dokumentenlogistik von CIM Database Cloud ermöglicht es, auch in komplexen Prozessen die Übersicht zu behalten und die Zusammenarbeit zu verbessern. Eine leistungsfähige Volltextsuche beschleunigt die Suche nach Dokumenten und erleichtert den Zugriff auf wichtige Informationen.

Dank der nahtlosen Integration mit Microsoft Office for the web™ können Mitarbeitende ihre Anwendungen wie gewohnt nutzen und Dokumente erstellen, bearbeiten und austauschen (ohne separate Speicherung). Die Dateien werden im Cloud-PLM-Dateispeicher verwaltet. Daher arbeiten bei Bedarf mehrere Personen gleichzeitig am selben Dokument – ohne lokale MS-Office-Installationen.

Fazit

Cloud PLM-Systeme können eine leistungsstarke, sichere Lösung für das Dokumentenmanagement bieten. Funktionen wie Versionierung und Workflow-Automatisierung sowie strikte Sicherheitsmaßnahmen helfen, Dokumente effizient zu verwalten. Unternehmen minimieren Risiken und gewährleisten die Einhaltung von Compliance-Vorgaben. Gleichzeitig sorgt die cloudbasierte Struktur für maximale Flexibilität: Teams arbeiten jederzeit und von überall aus zusammen.

Erfahren Sie mehr darüber, wie CONTACT CIM Database Cloud Ihr Dokumentenmanagement optimieren kann.

Datenmigration in Cloud PLM-Systeme

Herausforderungen und Best Practices für eine erfolgreiche Datenmigration 

Immer mehr Unternehmen setzen auf Cloud-basierte PLM-Systeme, um ihre Produktentwicklungsprozesse effizienter zu gestalten. Unabhängig davon, ob sie bereits ein On-Premises-PLM-System nutzen und auf eine Cloud-Lösung umsteigen möchten oder erstmals ein Cloud-PLM-System implementieren: Eine der größten Herausforderungen dabei ist die reibungslose und sichere Migration von Datenbeständen. 

Wie lassen sich diese Daten zuverlässig in das neue System überführen? In diesem Blogbeitrag beleuchten wir die Herausforderungen und Best Practices für eine erfolgreiche Datenmigration in Cloud-PLM-Systeme und geben Ihnen Tipps, wie Sie den Übergang effizient und ohne Datenverluste gestalten.

Welche Herausforderungen entstehen bei der Datenmigration in Cloud PLM-Systeme?

Bei der Migration von Daten in Cloud PLM-Systeme können Hürden auftreten, die den gesamten Prozess erschweren und verzögern:

1. Datenqualität und -konsistenz

Altdaten sind oft unvollständig oder inkonsistent. Fehlende Attribute, ungültige Werte oder doppelte Datensätze können den Migrationsprozess behindern. Besonders bei CAD-Modellen führen fehlende Dateien oder gebrochene Referenzen dazu, dass sich Modelle nicht vollständig importieren lassen.

2. Datenumfang und -komplexität

Je nach Umfang und Komplexität der zu übertragenden Daten kann der Migrationsprozess sehr zeitaufwändig sein. Große Datenmengen wie komplette Versionsketten von CAD-Daten oder Stücklisten mit vielen Hierarchiestufen erfordern erhebliche Rechenressourcen und verlangsamen gegebenenfalls die Migration.

3. Strukturunterschiede zwischen Systemen

Die Datenstruktur im neuen Cloud-PLM-System kann sich von der in Ihrem Altsystem unterscheiden. Möglicherweise sind Attribute, Datenfelder oder Beziehungen zwischen Datensätzen unterschiedlich organisiert, weshalb Daten vor dem Import transformiert oder neu strukturiert werden müssen.

4. Technische Herausforderungen

Die Migration von Daten in ein Cloud-System bringt spezifische technische Fragen mit sich. Beispielsweise müssen neben der Kompatibilität der Dateiformate ausreichend hohe Netzwerkbandbreiten und Datentransferraten sichergestellt werden. 

5. Sicherheits- und Compliance-Anforderungen

Bei der Übertragung sensibler Daten in die Cloud sind strenge Sicherheits- und Compliance-Richtlinien einzuhalten. Daten müssen verschlüsselt transportiert und gespeichert werden, außerdem gelten Datenschutzbestimmungen wie die DSGVO.

Welche zentralen Fragen sollten Sie im Vorfeld der Datenmigration klären?

Die Migration von Altdaten wird oft unterschätzt, obwohl sie eine der kritischsten Aufgaben ist, bevor ein neues PLM-System live geschaltet wird. Um Ihre Bestandsdaten erfolgreich zu importieren, sollten Sie frühzeitig eine Reihe von Fragen klären.

Zunächst müssen Sie festlegen, welche Datenobjekte in das neue System übertragen werden: Handelt es sich um CAD-Baugruppen, Teile und Stücklisten, Office-Dokumente oder Projekte? Zudem ist es wichtig, den Umfang der Daten zu bestimmen: Wollen Sie Daten aus einem bestimmten Projekt, einem Produkt, einem spezifischen Unternehmensstandort oder das gesamte Datenarchiv migrieren?

Ebenso sollten Sie klären, in welchem Umfang Sie historische Daten migrieren wollen. Möchten Sie nur die neueste Version übertragen oder alle Versionen inklusive des vollständigen Audit-Trails und der Konstruktionsänderungen? Diese Aspekte sind von zentraler Bedeutung, da sie den Umfang und die Komplexität der Migration beeinflussen.

Auch der Inhalt der Daten selbst sollte genau betrachtet werden. Überlegen Sie, ob alle Attributwerte und CAD-Parameter benötigt werden oder ob es ausreicht, nur einen Teil davon zu importieren. Dies ist wichtig, um zu definieren, welche Daten in welchen Objekten und Attributen im Ziel-PLM-System gespeichert werden sollen.

Was macht die Datenübertragung in CIM Database Cloud so einfach?

1. Benutzerfreundliche Import-Tools

Das cloud-basierte PLM-System CIM Database Cloud bietet leistungsstarke, einfach zu bedienende Import-Tools, die speziell darauf ausgelegt sind, den Migrationsprozess zu vereinfachen. Sie ermöglichen es Ihnen, Konfigurationsdaten wie Feldauswahlwerte (z.B. Dropdown-Felder) sowie PLM-Daten wie CAD-Dokumente, Teile, Stücklisten, Office-Dokumente, Projekte und Anforderungsspezifikationen schnell und effizient zu importieren.

2. Unterstützung verschiedener Dateiformate

CIM Database Cloud unterstützt eine Vielzahl von Dateiformaten und Datenquellen, was den Import von unterschiedlichen Datenobjekten erleichtert. Dazu gehören unter anderem Excel-Dateien, CAD-Formate und das ReqIF-Format für Anforderungsspezifikationen.

3. Automatisierte Validierungsprozesse

CIM Database Cloud verfügt über integrierte Validierungsmechanismen, die dabei helfen, potenzielle Fehler während des Importprozesses zu erkennen und zu beheben. Diese Funktionen prüfen während des Imports automatisch, ob die Daten vollständig und konsistent sind, und tragen so zu einer hohen Datenqualität bei.

4. Iterativer Migrationsansatz

Die Plattform unterstützt einen iterativen Migrationsansatz, bei dem Sie Daten schrittweise importieren und testen können. So erkennen und beheben Sie potenzielle Probleme frühzeitig, ohne dass der Migrationsprozess beeinträchtigt wird. Dies reduziert das Risiko von Fehlern und beschleunigt die Datenmigration.

5. Detaillierte Dokumentation und Support

Begleitend zum Migrationsprozess bietet CIM Database Cloud eine umfangreiche Dokumentation und Tutorials. Diese enthalten klare Anleitungen und Beispiele, wie Sie verschiedene Datentypen importieren und konfigurieren können. Zusätzlich stehen Ihnen Customer Success Manager*innen zur Seite, die Sie bei Bedarf unterstützen.

Fazit

Die Migration von Daten in Cloud-basierte PLM-Systeme ist häufig mit vielen Herausforderungen verbunden. Eine erfolgreiche Datenmigration erfordert daher eine sorgfältige Planung, die Aspekte wie Datenqualität, Umfang, Strukturunterschiede und Sicherheitsanforderungen berücksichtigt.

CIM Database Cloud bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre PLM-Daten effizient zu migrieren und Ihre Produktentwicklungsprozesse zukunftssicher zu gestalten. Durch benutzerfreundliche Import-Tools, die Unterstützung verschiedener Datenformate, automatisierte Validierungsprozesse und eine umfangreiche Dokumentation können Unternehmen ihre bestehenden Daten nahtlos und sicher integrieren. Ein iterativer Migrationsansatz, gepaart mit einer umfassenden Vorbereitung, minimiert Risiken und sorgt für einen reibungslosen Übergang ins neue System.

Wegbereiter für die Nachhaltigkeit: Der Digitale Produktpass

Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche Informationen sich hinter den Produkten verbergen, die unseren Alltag bestimmen? Vom Smartphone bis zur Verpackung von Lebensmitteln – der Digitale Produktpass (DPP) soll auf einen Blick zu zeigen, woher ein Produkt stammt, wie es hergestellt wurde sowie ob und wie es sich reparieren lässt. Daher hat der DPP das Potential, unsere Konsumgewohnheiten positiv zu beeinflussen und ist somit auch zukünftig für Unternehmen relevant.

Hinter den Kulissen: Der Digitale Produktpass erklärt

Der DPP ist als Konzept im Rahmen des europäischen Green Deal und des EU-Aktionsplans für die Förderung der Kreislaufwirtschaft entstanden. Die Idee mag zunächst abstrakt klingen, aber sie wird bereits zu einem zentralen Element des nachhaltigen Konsums. Analog zu dem Bild eines „Reisepasses“ vermerkt er alle wichtigen Stationen im Lebenszyklus eines Produktes und gibt so detaillierte Einblicke in Produktion, Reparatur und Entsorgung.

Warum ist das wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie könnten beim Kauf eines Produkts genau nachvollziehen, ob es nachhaltig hergestellt wurde und wie umweltfreundlich es sich am Ende seines Lebens verhält – der DPP gibt diese Einblicke. Es handelt sich dabei nicht mehr um ein reines Konzept: Die Europäische Union hat seine Einführung vorgeschrieben und bis 2030 sollen alle Branchen einbezogen werden. Die ESG-Reporting-Pflicht und das Lieferkettengesetz fordern von Unternehmen mit über 500 Mitarbeiter*innen bereits, ihre Daten zu erheben. In Deutschland betrifft der Pass als Erstes ressourcenintensive Branchen wie Elektronik, Elektrofahrzeuge, Industriebatterien, Textilien, Baugewerbe, Verpackungen und Kunststoffe.

Was beinhaltet der Digitale Produktpass?

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) haben einen Ausschuss zum Digitalen Produktpass gegründet, mit dem Ziel, Anforderungen an die technische Gestaltung des DPP zu definieren. Dazu gehören beispielweise Informationsträger mit einheitlichen Identifikatoren für das Produkt, Informationen über die Umweltauswirkungen sowie Langlebigkeit, Materialien, Zulieferer und mehr. Um eine Anpassung an die unterschiedlichen Produktgruppen und -branchen mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Daten zu ermöglichen, benötigt der DPP jedoch eine entsprechende modulare Architektur.

Wie der Digitale Produktpass das Konsumverhalten beeinflussen wird

Verbraucher*innen eröffnet der DPP einen klaren Blick auf die gesamte Reise eines Produkts, von der Entstehung bis zur Entsorgung oder Wiederverwertung. So könnte er durch seine Förderung der Transparenz einen erheblichen Einfluss auf unser Konsumverhalten haben. Mit Hilfe des unkomplizierten Einblickes in die Umweltauswirkungen ermutigt er Konsumenten beispielweise dazu, langlebige Produkte auszuwählen. Mithilfe von mehreren Detailstufen können die Informationen auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten werden.

Der DPP als Treiber der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft

Dabei ist der DPP mehr als nur ein Reisepass für Produkte: er treibt das nachhaltige Wachstum in der Kreislaufwirtschaft an. Der Produktpass optimiert den Produktlebenszyklus, fördert Standardisierung und nachhaltiges Design, verbessert Ressourcen- und Recyclingeffizienz und hilft bei der umweltfreundlichen Beschaffung.

Der DPP im Unternehmen

Für Unternehmen ist es wichtig, sich frühzeitig auf die Einführung des DPP vorzubereiten. PLM-Systeme wie CIM Database PLM und hochentwickelte IT-Lösungen nehmen dabei viel Arbeit ab. Zum Beispiel können sie LCA-Daten (Life Cycle Assessment) direkt anhand der Stücklisten und Arbeitspläne berechnen und mit Material Compliance-Methoden eine sichere Materialauswahl gewährleisten. IoT-Systeme wie CONTACT Elements for IoT liefern zusätzlich Daten aus der Produktion, die zu effektivem Energiemanagement beitragen können.

Ein strategischer Schritt für die nachhaltige Zukunft?

Der DPP ist also nicht nur eine reine Informationsquelle, sondern bietet Verbraucher*innen fundierte Informationen, um verantwortungsbewusste Kaufentscheidungen zu treffen. Unternehmen können sich erfolgreich auf DPP-Standards vorzubereiten, indem sie ihre PLM-Systeme und IT-Lösungen ausbauen. Der Digitale Produktpass ist somit ein strategischer Schritt und wegweisende Notwendigkeit für eine nachhaltige Zukunft.

Einen umfassenderen Beitrag zum Digitalen Produktpass finden Sie hier auf dem CONTACT Research Blog.