CAD-Visualisierung im Cloud PLM

Welche Vorteile eine integrierte 3D-Viewing Lösung bietet

Als CAD-Konstrukteur*in erinnern Sie sich sicher an die unpraktischen Blaupausen, die endlosen Meetings und das Rätselraten darüber, wie Teil A eigentlich mit Teil B zusammenpassen soll. Mit CAD-Visualisierung sind diese Zeiten endgültig vorbei.

In der digitalen Produktentwicklung ist der schnelle und unkomplizierte Zugriff auf CAD-Modelle entscheidend. Oft stehen Unternehmen vor der Herausforderung, dass CAD-Modelle nur mit speziellen Viewern oder teuren CAD-Lizenzen geöffnet und analysiert werden können. Hier setzt der im Cloud PLM integrierte 3D-Viewer an – eine innovative Lösung, mit der Sie CAD-Modelle visualisieren, analysieren und kommentieren können.

Welche Vorteile ein 3D-Viewer bietet und warum er direkt im Cloud PLM sinnvoll ist, erklären wir hier:

Was ist ein 3D-Viewer?

Der 3D-Viewer ist eine webbasierte Anwendung, die es ermöglicht, CAD-Modelle dreidimensional anzuzeigen, zu vermessen und zu kommentieren. Die Lösung eröffnet neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen Ingenieur*innen, Designer*innen Lieferant*innen und anderen Beteiligten.

Einsatzmöglichkeiten für die CAD-Visualisierung

  • Produktentwicklung: Konstrukteur*innen und Ingenieur*innen können Modelle schneller analysieren und verbessern.
  • Lieferanten- und Kundenkommunikation: Modelle lassen sich teilen und diskutieren, ohne dass Partner über eine spezielle CAD-Software verfügen müssen.
  • Qualitätssicherung: Prüf- und Freigabeprozesse werden durch die direkte Vermessung in der Cloud und die Kommentarfunktion beschleunigt.
  • Technischer Support und Wartung: Techniker*innen können auf 3D-Modelle zugreifen, um Ersatzteile zu identifizieren oder Reparaturen durchzuführen.

Vorteile von direkt in Cloud PLM integrierten 3D-Viewern

1. CAD-Systemübergreifende Unterstützung

Der 3D-Viewer kann Modelle aus unterschiedlichen CAD-Systemen darstellen, zum Beispiel SolidWorks, CATIA, Siemens NX oder Autodesk Inventor. Eine native Software braucht es dafür nicht.

2. Keine CAD/Viewer-Lizenzen erforderlich

Der Zugriff auf CAD-Modelle ist oft mit hohen Lizenzkosten verbunden. Im Cloud PLM integrierte 3D-Viewer beseitigen diese Hürde, da keine zusätzlichen Lizenzen erforderlich sind. Dies spart Kosten und vereinfacht es, die Software für eine große Gruppe von Nutzer*innen bereitzustellen.

3. Vermessung und Analyse

Mit dem 3D-Viewer können Anwender*innen Modelle direkt in der Cloud vermessen, Querschnitte erstellen und Analysen durchführen. Dies ermöglicht auch ohne Zugriff auf ein CAD-System eine schnelle Überprüfung von Maßen und Toleranzen.

4. Kollaboratives Kommentieren und Feedback

Das Tool erlaubt es Nutzer*innen, Kommentare und Anmerkungen an bestimmten Bereichen eines 3D-Modells zu hinterlassen. Teams arbeiten effizienter zusammen und diskutieren über Änderungen direkt am Objekt.

5. Versionsstände einfacher nachvollziehen

Der 3D-Viewer ist vollständig in ein Cloud-basiertes PLM-System integriert. CAD-Modelle werden aus der PLM-Software heraus aufgerufen und bearbeitet. Dies erleichtert die Verwaltung und gewährleistet den Zugriff auf die richtigen Versionsstände.

Was ist CONTACT Elements 3D Connect?

CONTACT Elements 3D Connect bietet eine umfassende 3D-Visualisierungslösung, die in das PLM-System CIM Database Cloud integriert ist. Mitarbeiter*innen aus anderen Fachabteilungen müssen keine zusätzliche Software installieren, sondern nutzen den Viewer direkt über die Cloud-Plattform. Das Tool generiert automatisch eine 3D-Darstellung auf Basis der eingecheckten CAD-Modelle und bietet direkten Zugriff auf CAD-Modelldaten, Teile, Varianten, Produktstrukturen und Stücklisten. Sie können Messfunktionen, Explosionsansichten und Redlining nutzen und Schnappschüsse ausgewählter Ansichten speichern. Farbcodes spiegeln Komponenteneigenschaften wie den Freigabestatus direkt im Modell wider. 

Fazit

Die integrierte 3D-Visualisierung im Cloud PLM beseitigt Barrieren, senkt Kosten und beschleunigt Prozesse. Die CAD-Systemübergreifende Unterstützung, der Wegfall von Lizenzen sowie die Analyse- und Kommentarfunktionen vereinfachen die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten und steigern die Effizienz. Die Integration in ein Cloud-basiertes PLM-System stellt sicher, dass stets die aktuellen Versionsstände verfügbar sind und die Produktentwicklung optimal unterstützt wird.

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten der 3D Collaboration in CIM Database Cloud.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil: Mit PLM einen Schritt voraus

Nachhaltiges Denken ist längst kein „Nice to have“ mehr – Regulatorien und Kundenwünsche machen es zu einem zentralen Bestandteil heutiger Innovation. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sein müssen. Besonders in der Produktentwicklung zeigt sich das deutlich: Wo früher das Preis-Leistungsverhältnis im Vordergrund stand, kommt heute die Nachhaltigkeit als weiterer zentraler Faktor hinzu.

Preis-Leistung war gestern – es zählt das Gleichgewicht

Kosten und Effizienz spielen immer noch eine große Rolle. Aber wer auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben will, muss in unternehmerischen Entscheidungen die Umweltbilanz mitdenken. Die Herausforderung: ein gutes Gleichgewicht zwischen ökonomischer Performance und ökologischer Verantwortung finden. Das gelingt vor allem dann, wenn Nachhaltigkeit nicht erst ganz am Ende, sondern ganz zu Beginn – im Design – mitgedacht wird.

Warum der Produktentwicklungsprozess so entscheidend ist

Rund 80 Prozent der Umweltauswirkungen eines Produkts werden schon in der Entwicklungsphase festgelegt. So kommt bereits der Wahl von Materialien, Herstellungsprozessen, Energieverbräuchen sowie auch der Recyclingfähigkeit innerhalb der Entwicklung eine entscheidende Rolle zu. Wer hier bereits mit belastbaren und transparenten Daten arbeitet, kann mit seinen Entscheidungen die späteren Folgen für die Umwelt gezielt beeinflussen und positiv auf die Bilanz einwirken.

LCA vs. PCF – zwei wichtige Begriffe kurz erklärt

Wer sich mit nachhaltiger Produktentwicklung beschäftigt, kommt an diesen beiden Begriffen kaum vorbei:

  • Life Cycle Assessment (LCA) – die Ökobilanz eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. Von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung.
  • Product Carbon Footprint (PCF) – der CO₂-Fußabdruck eines Produkts, ausgedrückt in CO₂-Äquivalenten. Der PCF ist oft ein Teil einer umfassenderen LCA.

Nachhaltigkeit direkt im PLM-System umsetzen

Mit CONTACTs Sustainability-Lösung lassen sich diese Umweltdaten direkt in CIM Database PLM erfassen und nutzen. So werden Materialien, Prozesse und Produktstrukturen systematisch bewertet. Ob manuell eingegeben oder automatisch aus Umwelt-Datenbanken importiert: Die Umweltwirkung eines Produkts lässt sich direkt im System analysieren und verbessern.

Asset Administration Shell – ein Schlüssel zum Datenaustausch in der Lieferkette?

Nachhaltigkeit funktioniert nicht im Alleingang. Besonders bei komplexen Produkten mit vielen Zulieferern ist der souveräne Austausch von Daten entscheidend. Hier kommt das Konzept der Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS) ins Spiel – eine standardisierte Abbildung von digitalen Zwillingen für beispielsweise Industriekomponenten.

Mit verschiedenen Submodellen wie zum Beispiel für den Carbon Footprint können Unternehmen ihre Umweltinformationen standardisiert kommunizieren, intern wie extern. So entsteht eine durchgängige Datenbasis über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Das funktioniert auch mit zugekauften Teilen – vorausgesetzt, die Daten werden standardisiert erfasst und ausgetauscht.

Die drei wichtigsten Erkenntnisse:

  1. Nachhaltigkeit beginnt im Engineering – hier werden entscheidende Weichen gestellt.
  2. Standardisierte Datenformate ermöglichen es, umweltbezogene Daten in den Produktlebenszyklus zu integrieren.
  3. Mit IT-Tools wie CONTACT Elements Sustainability Cloud lässt sich nicht nur ein umweltfreundlicher Betrieb planen, sondern Nachhaltigkeit schon im frühen Entwicklungsprozess umsetzen.

Fazit:

Die Entwicklung nachhaltiger Produkte ist kein Zukunftsthema mehr – sie ist längst Realität. Wer frühzeitig die richtigen Tools nutzt und auf standardisierte Prozesse setzt, verschafft sich nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch wirtschaftliche.

ISO 27001 & Cloud PLM: Produktdaten verlässlich schützen

Warum Sie eine Zertifizierung bei der Systemauswahl beachten sollten

Ein PLM-System speichert eine Vielzahl sensibler Produktdaten – von der ersten Skizze bis zum fertigen Produkt. Was passiert, wenn diese Daten in die falschen Hände geraten? Oder wenn Dritte die Informationen manipulieren? 

Solche Risiken vermeiden Unternehmen mit Cloud PLM-Software, die nach ISO 27001 zertifiziert ist. Die Zertifizierung folgt weltweit anerkannten Standards, die Informationssicherheit jederzeit gewährleisten.

In diesem Blogbeitrag lesen Sie, warum die ISO 27001 Zertifizierung ein wichtiges Kriterium für die Auswahl eines Cloud-basierten PLM-Systems ist. Dazu erhalten Sie einen Eindruck davon, mit welchen Prozessen und Methoden zertifizierte Anbieter Ihre Daten schützen.

Was ist die ISO 27001 Zertifizierung?

Die ISO/IEC 27001 ist ein internationaler Standard, der Anforderungen an ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) definiert. Ein ISMS umfasst Richtlinien, Verfahren und technische Maßnahmen, die Informationen in einer Organisation systematisch schützen. 

Im ISMS sind drei Sicherheitsziele definiert:

Vertraulichkeit: Nur autorisierte Personen dürfen auf sensible Informationen zugreifen. Schutzmaßnahmen wie Verschlüsselung, Zugriffskontrolllisten und Dateiberechtigungen sichern die Vertraulichkeit.

Integrität: Nur berechtigte Personen dürfen Daten verändern. Es muss sichergestellt sein, dass unautorisierte Änderungen rückgängig gemacht werden können.

Verfügbarkeit: Informationen müssen jederzeit für autorisierte Nutzer*innen zugänglich sein. Risiken wie Strom- oder Netzwerkausfälle werden dabei berücksichtigt.

Die Zertifizierung nach ISO 27001 erfolgt durch unabhängige Prüfstellen. Zu den wichtigsten Anforderungen zählen:

  • Risikobewertung und -management: Identifikation potenzieller Bedrohungen und Schwachstellen.
  • Sicherheitsrichtlinien: Festlegung klarer Vorgaben zur Handhabung von Informationen.
  • Schulungen: Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen für Informationssicherheit.
  • Kontinuierliche Verbesserung: Regelmäßige Überprüfung und Optimierung der Sicherheitsmaßnahmen.

Vorteile der ISO 27001 Zertifizierung von Cloud Anbietern

1. Vertrauenswürdigkeit und Transparenz

Eine ISO 27001 Zertifizierung zeigt, dass der Cloud-Anbieter hohen Sicherheitsstandards folgt, Daten mit größter Sorgfalt behandelt und potenzielle Risiken proaktiv adressiert.

2. Risikominimierung

Unternehmen, die sensible Daten in der Cloud speichern, benötigen ausreichend Schutz vor Cyber-Angriffen, Datenverlust und unbefugten Zugriffen. Eine ISO 27001 Zertifizierung belegt, dass der Anbieter dagegen effektive Schutzmaßnahmen implementiert hat.

3. Compliance und rechtliche Anforderungen

Da zertifizierte Cloud-Anbieter bereits wichtige Sicherheitsstandards einhalten, fällt es Kunden leichter, Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben wie die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen.

4. Effizientes Risikomanagement

Die ISO 27001 gibt strukturierte Risikomanagement-Prozesse vor. Sie helfen, Risiken systematisch zu erkennen, zu minimieren und Schwachstellen frühzeitig und zuverlässig zu adressieren.

Fazit

Cyber-Angriffe verursachten in Deutschland allein 2024 einen wirtschaftlichen Schaden von 266 Milliarden Euro. Gerade bei der Auswahl einer Software wie Cloud PLM sollte IT-Sicherheit daher zu den wesentlichen Kriterien zählen. Die ISO 27001 Zertifizierung signalisiert Unternehmen, dass ihre Daten umfassend geschützt sind. Sie folgt verlässlichen Sicherheitsstandards und erleichtert die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.

Die Entwicklung und der Betrieb von Cloud-Produkten auf Basis von CONTACT Elements erfüllen die strengen Anforderungen der ISO 27001-Norm. Diese Zertifizierung bestätigt, dass CIM Database Cloud höchsten Sicherheitsstandards entspricht und ein effektives Management von Informationssicherheitsrisiken gewährleistet ist.